Eltmann punktet Auswärts

Der Bundesligaauftakt der Judodamen aus Eltmann war gekennzeichnet von Absagen über Absagen aus den eigenen Reihen. So reisten die Unterfranken zum rein bayerischen Duell mit einer Rumpfmannschaft gen Süden. Zudem mussten die Wallburgstädterinnen in Gröbenzell bei den beiden Exerstligisten aus Altenfurt und dem ausrichtenden SC Gröbenzell auf die Matten. Nichts desto trotz gaben die beiden Eltmänner Betreuer Andre Klust und Edgar Riedl an diesem Tag in der Teambesprechung die Devise aus: Nicht den Kopf in den Sand stecken – wer nicht da ist, zählt an diesem Kampftag nicht. Jetzt gilt es vielmehr ein „Jetzt erst recht Gefühl“ zu entwickeln und möglichst das Optimum aus der Situation heraus zu holen. Da die beiden Gewichtsklassen bis 52 kg und bis 78 kg auf Grund der vielen Absagen an diesem Tag nicht mit Stammkämpfern besetzt werden konnten, mussten jeweils zwei Athletinnen in den sauren Apfel beißen und eine Klasse höher als ursprünglich geplant antreten. Trotzdem konnten zumindest alle Gewichtsklassen besetzt werden und so eine sonst fällige Strafe in Höhe von 500.- € vermieden werden. Die Auslosung ergab, dass sich in der ersten Begegnung des Tages die Teams aus Altenfurt und Eltmann gegenüber standen.

Die Auslosung ergab folgende Gewichtsklassenreihenfolge: Über 78 kg, bis 78 kg, bis 63 kg, bis 70 kg, bis 57 kg, bis 48 kg und abschließend bis 52 kg. Nach den beiden Auftaktbegegnungen stand es 1:1. Alison Bauer musste nach 3 Strafen gegen die starke S. Milkus vorzeitig die Segel streichen aber A. Riedl sorgte mit einer starken Hüftwurftechnik schnell für den Ausgleich. Danach gab es erst einmal nichts mehr zu holen für die Unterfranken. Vor den beiden abschließenden Begegnungen lag man schon uneinholbar 4:1 zurück. Ergebniskorrektur betrieb K. Klust mit einer ähnlich spektakulären Hüfttechnik wie Riedl, bevor A. Hoyer die letzte Begegnung zu Gunsten von Altenfurt abgeben musste. 2:5 aus Sicht der Unterfranken war eine vom Ergebnis her deutliche Niederlage, die vor der zweiten Begegnung, gegen die vermeintlich noch stärker eingeschätzten Gastgeber Sorgenfalten auf die Stirn der Eltmänner Trainer trieb. In der anschließenden Pause wurden nochmals die taktischen Optionen des kleinen Kaders besprochen und so kam es zum einzigen Wechsel in der Aufstellung für die zweite Begegnung des Tages. Desiree Steinhäuser ersetzte Tina Raithel bis 63 kg. Der „Rest“ blieb wie gehabt. Bauer konnte sich auch in ihrem zweiten Kampf an diesem Tag nicht durchsetzen und musste der erfahrenen Eschenlohr den Vortritt lassen. Riedl glich konsequent und konzentriert gegen die starke Kratzky zum 1:1 aus. Nun ging es Schlag auf Schlag. Steinhäuser fuhr mit 2 Wazaari Wertungen einen vorzeitigen Sieg ein. Frank holte den wichtigen dritten Punkt über die Zeit und Heidingsfelder machte mit einem fulminanten Innenschenkelwurf den Sack vorzeitig zu Gunsten der Franken zu. Der 4:1 Zwischenstand bedeutete den nicht unbedingt erwarteten Sieg für das Judoteam aus Eltmann. Die beiden Niederlagen in den abschließenden Begegnungen bedeuteten aus Sicht der Gröbenzeller nur noch Ergebniskosmetik zum 3:4. In der Tabelle der 2. Bundesliga der Frauen führt der BC Karlsruhe vor dem TSV Altenfurt. Eltmann belegt den sechsten Platz vor Gröbenzell, Neuhaus und Wiesbaden.

 

Bild: Den entscheidenden Punkt zum Zwischenstand von 4:1 holt Rebecca Heidingsfelder mit diesem Innenschenkelwurf gegen Marquardt.

 

 

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